Die 3 Ekelfaktoren

Das die Arbeit mit behinderten Menschen etwas eklige Aspekte haben kann, war mir klar, aber es gibt Dinge die hauen mich dann doch um.

Ich gestehe, ich dachte mir liegt so etwas überhaupt nicht und ich könnte sowas nicht, aber mittlerweile arrangiere ich mich mit ziemlich vielen Sachen… wenn man muss, geht es halt.

 

Sabber:

Ich muss gestehen, ich reagiere super empfindlich darauf. Es ekelt mich zum Teil richtig, umso mehr erstaunt war ich, wie es mich doch relativ kalt lies, als einer meiner Jungs fröhlich auf seinen Teller sabberte und sich dort ein richtiger See bildete aus dem er später auch aß. Das einzige wo ich glaublich wirklich wegrennen wollte, als dieser mich mal am Kopf packte (er ist rund 2 Kopf größer als ich und sehr, sehr kräftig) und mir dann in den Nacken sabberte. WUÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄH!!!!!!

Urin und Stuhlgang:

Okay, wir haben auch ssehr pflegebedürftige Personen hier, die muss man auch zur Toilette bringen und Windeln wechseln. Ich dachte, das wäre das aller schlimmste für mich, war aber nicht so. Selbst wenn die Dinger absolut voll sind – nada. Zum Glück, ich glaube, ich hätte sonst ein Problem.  Das einzige was ich nicht so prikelnd finde ist, die entsprechende Person danach zu duschen und den „Spaß“ am Waschlappen hängen zu haben.

Erbrochenes:

Und tschüss. Als ich damals im Kindergarten arbeitete, war es nie ein Problem. Es gab dort so ein wundervolles Pulver, dass die Saurrei aufsaugte und geruchsneutral machte. War perfekt. Aber Gestern dachte ich echt, ich werd nicht mehr. Einer unser lieber Schützlinge er brach sich über seinen Brot am Frühstückstisch. Ich dachte schon, meins kommt gleich nach. Aber ich glaube, das was mich wirklich ekelte war, er wischte alles ab und genoß sein Brot. Das war so ein richtiger NOPE Moment….

 

Aber ich glaube, Eltern die Kinder haben muss ich über so etwas nichts erzählen, aber ich muss sagen, viele Sachen vielen mir mit Kindern etwas einfacher.

Hin und wieder Zurück

Hallo erstmal!

Mir ist durchaus bewusst, dass mein Blog „ein paar“ Spinnenweben angesetzt hat. Okay, es sind durchaus mehr als ein paar. Nun ja, einige hatten es schon mitbekommen: Ich hatte massive Probleme bei meiner Einsatzstelle. Nicht mit meiner Einsatzstelle direkt, eher mit dem neuen Mitbewohner.

Eine kurze Zusammenfassung: Unser neuer Mitbrwohner war ein rücksichtsloses Arschloch. Entschuldigt bitte die Wortwahl, aber ich wüsste nicht, wie ich ihn anders beschreiben könnte. Aber was machte ihn dazu? Etwa, dass er dachte, er müsste nachts um 3 auf dem Flur telefonieren, vor unseren Zimmern? Auf die mehrmalige Bitte hin leiser zu sein kam nur, dass er das nicht einsieht.  Das war sehr schön für uns, richtig schön.  Lag es eventuell auch daran, dass er nach seinen eigenen Arbeitszeiten arbeiten wollte? A la „Oh, ich bin sooooo müde, ich mach dann mal ein Nickerchen, ihr schafft ja da Rest“ um 11 Uhr Mittags und wir durften noch bis 19 Uhr arbeiten? Ebenfall wunderbar, alles klar. Naja, vielleicht lag es auch daran, dass er sämtliche Sachen von uns gestohlen hat. Wir waren sooooooo Glücklich darüber, vorallem wenn wir kochen wollten mit unserem Gasherd und keine Streichhölzer und Feuerzeuge mehr da waren. Das war ja so liebreizend von ihm. Dass er Nachts um 12 die Waschmachine anmachte war auch toll, vorallem da sie neben unseren Zimmern war und 3 mal am Tag gewaschen hat und wir nicht mehr waschen konnten. Gut, das sehe ich ein, ist etwas kleinlich, aber es nervt.

Aber ich glaube, die Sachen, die alles zum überlaufen brachten waren, dass er Messer gestohlen hat und reglemäßig irgendwo reinrammte wenn er „genervt war“. Regelmäßig ausrastete und unteranderem auch brüllte, dass er uns alle umbringen will. Wegen Kleinigkeiten aggresiv wurde und irgendwie der Meinung war, Frauen seien ja nur zum Putzen da und als er merkte, dass ich bei so etwas einen Riegel davor mache und er mich da nicht einschüchtern kann, wenn er auf mich zustürmt, war er ziemlich „genervt“. Als ich es dann auch noch wagte, meine  Zimmertür vor seiner Nase zu zumachen, als er mich nurnoch anbrüllen wollte und ich meinte, dass eine Diskussion mit ihm so nicht funktioniere, musste er sich auch gleich beschweren bei unserer Verantwortlichen. Das war ja sein lieblings Hobby. Er beschwerte sich wegen allem. Wie wir reden, wie wir unsere Sachen machen ect. ect. und er ist soooooooo ein armes Kerlchen.

Okay, so weit so gut. Mir hat es einfach gereicht, ich bin gegangen. So macht das alles keinen Spaß.

Und nun? Im Blogtitel steht ja etwas von „zurück?

Ja, ich bin zurück in Frankreich, bei einer neuen Stelle und ich muss sagen, es war genau DAS, was ich ich NICHT wollte und es macht mir dennoch unglaublich Spaß. Ich bin so froh über meinen eigenen Schatten gesprungen zu sein.

Und was mache ich nun? Ich arbeite mit Menschen mit Behinderung, teilweise bis zu 10 Stunden am Tag, aber ich finde die Arbeit top und unglaublich interessant. Für mich ist sie auch erfüllender als nur den Abwasch zu machen und Hausmädchen zu sein, da ich manchmal sehe, wie sehr sich diese Menschen über eine kleine Hilfe freuen, oder mal mit einem zu reden zu können, bzw. was zu basteln.

So, ich hoffe, dass ich euch nun desöfteren auf dem Laufenden halten kann 🙂

Blutspendeaktion in Frankreich

Ich muss hierzu auch noch einen kleineren Beitrag schreiben, weil das eigentlich das „aufregendste“ war, was die letzten Tage so passiert ist.

Fang ich mal an, mit diesem super Fragebogen auf französisch… ich habe so gut wie nichts verstanden. Zum Glück war einer unserer Kollegen dabei und hat uns geholfen, dass wir die irgendwie verstehen. Aber dann kam der oberhammer und ich war wirklich etwas sauer.

Wir alle wissen, dass Frankreich dringend Blutspender braucht (eigentlich überal schon) und ja, als wir uns dann anmelden wollten, war es der Tussi zu blöd sich mit uns (mir und dem andren Freiwilligen) „abzuplagen“ und wollte uns erst gar nicht annehmen. Unser Kollege war dementsprechend sauer und äußerte dies. Okay, ich musste dann Fragen beantworten, die ich einfach nicht verstanden habe… also habe ich den Kollegen wieder geholt, damit er mir hilft, weil ich wurde dann auch so nervös, dass fast gar nichts mehr ging.

Nun das, was mich RICHTIG angekotzt hat. Kaum saß mein Kollege da, formte die Tussi die Fragen um und ich verstand die dann auch problemlos. DAS war echt nervig und ich fühlte mich leicht verarscht.

Okay, nun zum Doc und der war echt mega cool drauf und sprach sogar auf Deutsch, was das alles sehr erleichterte. Nur beim Pfeifferesch – Drüsenfieber gabs Probleme, aber da ich den englischen Begriff kannte, wurde dies auch sofort gelöst. Als ich wartete dran zu kommen, setzte sich sogar noch der Direktor unserer Einrichtung neben mich und machte dauernd Witze.

Die Dame bei der Blutabnahme konnte auch deutsch, was mir persönlich sehr lieb war, da mein Französisch einfach noch nicht so gut ist. Ich musste loslachen, als der Direktor (der neben mir lag) zu mir meinte, ob ich denn alles verstehen würde. „Natürlich versteht sie alles, ich rede ja mit ihr auf Deutsch“ war die Reaktion der Dame. Sie machte später sogar mehrere Witze und es lief auch alles ganz gut, bloß irgendwie musste ich als einzige liegen bleiben und wurde zum Tisch begleitet, muss wohl viel Farbe verloren haben. Das Essen war auch super lecker, selbstgemachter Flammenkuchen *-*. Um meinen Vater zu zitieren: Da würde ich sofort spenden gehen!

Unser Kollege war auch stolz auf uns und ja, ich bin ihm dankbar das er uns aufgefordert hat. Ich muss gestehen, alleine wäre ich nie hingegangen und mit anderen ist das immer angenehmer.

Die Nebenwirkungen waren bei mir leider nicht so toll, mir war 2 Tage danach immer noch oft schlecht und schwindelig. Naja, manche haben halt Pech, aber damit kann ich leben.

Im Dezember ist die nächste Aktion und ich denke ich werde wieder hingehen 🙂

Cool und uncool

Ich habe ja versprochen, etwas mehr zu posten und da ich schon desöfteren die „Cool und Uncool“ Beiträge von anderen gelesen habe. dachte ich mir, ich werde so etwas immer als „Miniupdates“ machen.

 

Was war toll?

-War das erste mal Blutspenden (yay, endlich dazu durchgerungen)

-Das Essen nach dem Blutspenden: Selbstegmachter Flammkuchen *-* (vorallem die Variante mit Apfel war toll *-*)

-Habe viele Gläser vom Buffet zur Kücher transportieren können in High Heels ohne was kaputt zu machen.

-Wir haben zu 4. Bettdecken bezogen, das war ne große Hilfe.

-Wenig Abwasch, yayyyyyyy

-Die nervige Lehrerin ist weg *chakka*

-Hab den kleinen Odin (so heißt die Babykatze) lange kraulen können *-* awww der ist so süß.

-Hab nur 3 Tage arbeiten müssen chrchr

-Positiv überrascht von den Theologiestundenten die wir kennnen lernen durften, sehr sehr sehr nette  und tolerante Leute.

 

 

Was war nicht so toll?

-Meine Kreislaufprobleme nach dem Blutspenden und das mir fast dauerhaft schlecht war…. für 2 Tage :/ (aber ich mache es trotzdem wieder!)

-Hab noch immer kein Hobby hier und freie Tage können sehr öde sein.

-Unsere Küche versinkt im Chaos…. NEIIIIIIIIIIIIIIIIN xD

-Bekommen noch einen 4. Freiwilligen für ein halbes Jahr -> ergo unser Wohnzimmer ist dann weg 😦

 

Wenn ihr noch Fragen habt, dann stellt sie einfach 😀

Mal ein kleines Update

So, tut mir erstmal Leid, dass ich hier nicht so oft Blogge, wie ich (ihr?) es gerne hätte.

Fange ich mal mit dem Ausreise Seminar an:

War extrem lustig, aber gegen Ende der Woche einfach nur anstregend. Ich mag es unter Leuten zu sein, aber spätestens nach 4 Tagen habe ich keine Lust mehr und wünsche mir ein Einzelzimmer.

Was haben wir auf dem Seminar gemacht? Organisatorisches besprochen, Teambildungstheorie und Aufgaben ect.

Mein persönliches Highlight war das tägliche Stockfechten. En gard!

Und mein persönlicher Tiefpunkt? Das morgentliche „Morning Power“. Morgens, direkt nach dem aufstehen singen und Spiele machen, ohne gefrühstückt zu haben? Nope.  Absolut fettes nope.

Was mir aber auch gefiel, war das sogenannte „Vision Quest“. Eine Stunde lang alleine im Wald sitzen und einen Brief an sich selber schreiben, was man erwartet, was man sich wünscht oder was einem noch so einfällt.

Nun aber zu meinem neuen zu Hause in Frankreich, ich muss sagen es gefällt mir.

Warum?

Als erstes, meine WG Jungs sind top, zwar 4 Jahre jünger als ich, aber „tiefenentspannt“ und es harmoniert sehr gut. Desweiteren das Arbeitsteam. Alle super nett, hilfsbereit und nehmen einen auch gut auf.

Die Aufgaben an sich sind auch okay.Aaber ich muss sagen, als ehemalige Schülerin, dass es extrem anstrengend sein kann, wenn man auf ein mal den ganzen Tag stehen muss und körperliche Arbeit leistet (und indirekt auch geistige, da man ja auch die Sprache lernen muss). Und aufgabentechnisch bin ich sozusagen „Mädchen für alles“, wobei mich der Hausmeister eigentlich verschont, gnihihi, das trifft immer meine Jungs.

Sprachlich klappts… nennen wir es mal „aktzeptabel“. Ich kann kaum sprechen. aber verstehen klappt immer besser. Was mir am meisten fehlt sind Bindewörter und Fachvokabular.

Ich glaub das mieseste was mir bis jetzt passiert ist, war das ich alleine eine Gruppe empfangen musste und das noch nie wirklich zuvor gesehen habe und auch nicht wirklich wusste, was ich tun soll. Ebenso das sprachliche Problem. Aber irgendwie habe ich es doch gemanagt bekommen und es war sogar ganz lustig.

Ich versuch mal die nächsten Tage etwas mehr zu schreiben, aber oft arbeite ich bis 19 Uhr und habe nur zwischen drin Pause. Ich gucke mal, was meine Motivation macht 😀

Bald geht es los!

Ich muss sagen, bei mir sind momentan definitiv gemischte Gefühle. Ich freue mich sehr auf mein Auslandsjahr, aber die Vorstellung aus meinem gewohnten Umfeld gerissen zu werden, gefällt mir mir momentan noch nicht so.

Am Sonntag fahre ich für eine Woche zum Ausreiseseminar, dort lerne ich noch einen Freiwilligen kennen, der mit mir in der selben Einrichtung ist. Ich hoffe man versteht sich, immerhin wird man sich eine Wohnung teilen (mit noch 2 weiteren).

So, zu sonstigen Updates:

-Ärztliches Attest -> check

-Laptop -> check

-An und Abreise organisiert -> check

-Krankenkasse? -> halb check

So auf das Thema Krankenkasse möchte ich mal noch weiter eingehen. Es war zum Mäuse melken. Da ich im Januar 23 werde, fliege ich aus der Familienkrankenasse. Supi wäre ich Studentin oder Schülerin könnte ich aber drin bleiben… oder würde ich ein FSJ machen. Da ich aber ein IJFD (Internationaler Jugend Freiwilligendienst) mache, ist das nicht drin.

Also was tun? Im Ausland wäre ich versichert, aber sobald ich Deutschlan betrete, bin ich es nicht mehr. Wunderbar. Auf Risiko spielen? Ich will eigentlich schon gerne einmal im Monat nach Hause, Würde ich mich bei der Krankenkasse freiwillig versichern, müsste ich monatlich ca. 150€ bezahlen bei einem gehalt von 220€. Ich bin absolut begeistert…

Wie ich das regel, muss ich mir noch überlegen.

So, was kann ich noch sagen?

Ich kann noch mal was zu den Reaktionen sagen.

Es gibt natürlich wieder 2 Hauptreaktionen:

Find ich toll und finde ich doof.

And die, die es toll finden: Danke für eure Unterstützung.

An die, die es doof finden: Ich werd meinen Spass ahben, ihr werdests sehen.

Und jetzt noch was zu einer Frage, die mich manchmal echt aufregt:

Was machts du dann ein Jahr lang dort?

Was ich am liebsten antworten würde:

Schlafen, Füße hochlegen und Däumchen drehen und bloß nicht arbeiten!!!

Ja, es gibt tatsächlich Menschen, die denken ich lege mich dort für ein Jahr auf die faule Haut. Hmpf.

So,

Erste Schritte

So, in diesem Blog werde ich euch auf dem Laufenden halten, was mein Auslandsjahr in Frankreich angeht. Hin und wieder poste ich dann Beiträge. Ich weiss aber nicht, wie regelmäßig ich das hier mache, da dies nicht mein Hauptblog ist.

Lasst mich kurz erzählen, was ich unter „erste Schritte“ verstehe.

Gestern war ich in der Einrichtung, zu der ich gerne gehen wollte, eine kleinere Jugendherberge im Elsass. Mir war es persönlich wichtig, dass es klein und familiär sein sollte und das ist es definitiv. Der Leiter der Jugendherberge war auch super nett und hat extra „langsam“ gesprochen (meine Erfahrung war, wenn Franzosen „langsam“ sprechen, ist das eine „normale“ Sprechgeschwinidkeit für uns). Das ganze Gebäude der Herberge ist idyllisch, aber etwas abgeschieden. Wer lieber in nen große Stadt will, für den wäre es nichts gewesen, für mich ist es perfekt. Nachdem der Leiter mir dann auch zusprach, mich als vierte Freiwillige zu nehmen, war ich schon sehr sehr sehr glücklich.

So nun gabs einiges zu organisieren:

-Alles abklären wegen dem Kindergeld

-Mit der Krankenkasse sprechen

-Arzttermin ausmachen, wegen Attest

-Plätze für meine Tiere suchen (Katzen habe ich schon was gefunden, mit meinen Fischen ist es leider schwierig)

-Organisieren, wie ich zum Ausreiseseminar komme

-Organisieren, wie ich zu meiner Arbeitsstelle komme

-Handyvertrag stilllegen

 

Was ich noch machen muss:

– Einen entgültigen Platz für meine Fische finden

-Einen Laptop organisieren

-Französische Prepaid Karte für mein Handy kaufen

-Packen (das wird hinausgezögert, bis zum geht nicht mehr xD)

 

Ich muss sagen, es ist alles etwas stressig, aber irgendwie machts aus Spaß und die Vorfreude, aber auch die Nervosität steigt.

Ich bin gespannt, ob alles so funktioniert wie ich es will.